Bukarest, September 2014: ILOGS gewinnt mit Forschungsprojekt Confidence den AAL Award 2014 für das beste EU-Projekt

 

In Zusammenarbeit mit renommierten Forschungspartnern aus ganz Europa wurde das Forschungsprojekt CONFIDENCE   beim internationalen AAL Forum 2014  in Bukarest (Rumänien)als bestes europäisches AAL Projekt ausgezeichnet.

 

Immer mehr Menschen erkranken an Demenz. Der Alltag und das selbständige Leben werden mit fortschreitender Erkrankung für die Betroffenen immer herausfordernder. Ein internationales Forschungsteam arbeitet seit 2012 an einem Assistenzsystem, das Erkrankten hilft, künftig länger mobil und aktiv zu bleiben. Das Forschungsvorhaben „CONFIDENCE“ wurde nun beim internationalen AAL Forum 2014 in Bukarest (Rumänien) als bestes europäisches AAL-Projekt ausgezeichnet.

Der AAL Award wird jedes Jahr an das vielversprechendste Projekt im „Ambient Assisted Living Joint Programme“ verliehen. Kriterien für die Prämierung sind die Bereiche Innovation, Orientierung am Menschen und Marktpotenzial.
2014 wurden etwa 20 Projekte aus ganz Europa eingereicht, aus denen drei Finalisten ausgewählt wurden. Diese drei Projekte wurden beim AAL Forum 2014 in Bukarest vorgestellt und sowohl von einer Jury wie auch bei einem Publikumsvoting prämiert. Beide Preise – Jury und Publikum – gingen an das Forschungsvorhaben „CONFIDENCE“  .
Neben der Ilogs mobile software GmbH sowie der Raiffeisenlandesbank Kärnten befinden sich im Forschungsteam hochkarätige Partner aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Rumänien. Zu den Forschungspartnern zählen:  Die Salzburg Research Forschungsgesellschaft das Hilfswerk Salzburg, Swisscom Participations, das iHomeLab der Hochschule Luzern oder die Demenzforscher der Ana Aslan International Foundation

Unterstützung für Demenzkranke und Angehörige

Sinkende Geburtenzahlen und steigende Lebenserwartung prägen die demografische Entwicklung in den Industrieländern. Parallel dazu nehmen altersassoziierte Krankheiten wie Demenz immer weiter zu. Daher wird Technologie eine immer größere Rolle bei der Unterstützung von Selbständigkeit und Mobilität im Alter spielen. „Informationstechnologien können bei alltäglichen Wegen und Arbeiten, wie Einkaufen, den Haushalt führen oder Spazieren gehen, Unterstützung und Hilfestellung bieten“, berichtet Cornelia Schneider von der Salzburg Research Forschungsgesellschaft, Projektleiterin und Koordinatorin des 2,8 Mio. großen EU-Projektes.
CONFIDENCE entwickelt und erprobt seit 2012 in enger Zusammenarbeit von Forschung und Betreuungseinrichtungen ein mobilitätssicherndes Assistenzservice, das persönliche Hilfeleistungen mit aktuellen Technologien kombiniert. Demenzerkrankte können damit länger mobil und aktiv bleiben. Verschiedene Formen der Unterstützung werden angeboten, die auf die jeweilige Situation der Benutzerinnen und Benutzer angepasst werden können. “Die Unterstützung des Systems beginnt zu Hause, indem zum Beispiel an die Einnahme von Medikamenten erinnert wird oder Bekleidungstipps bei unterschiedlichem Wetter und Informationen zum Weg für bevorstehende Termine gegeben werden“, erklärt die Salzburger Forscherin Cornelia Schneider.
Das System bietet eine SOS-Funktion, bei dem eine hinterlegte Alarmkette in Gang gesetzt wird. Eine Kalenderfunktion erinnert automatisch an Aufgaben und Termine, und liest diese zu bestimmten Zeitpunkten auch laut vor. Kann sich die betroffene Person nicht mehr selbständig orientieren, wird sie per Knopfdruck nach Hause navigiert.
„Doch nicht nur für Betroffene ist das Leben mit Demenz eine Herausforderung, auch für Angehörige kann diese Situation sehr belastend sein“, weiß Hermann Hagleitner, Geschäftsführer des Hilfswerk Salzburg aus der täglichen Erfahrung. Daher ist ein besonderes Merkmal des Forschungsvorhabens das zugrundeliegende Servicemodell unter Einbeziehung von Angehörigen, Pflegepersonal und Freiwilligen. „Vertraute Bezugspersonen können technologieunterstützt über webbasierte und mobile Anwendungen jederzeit und überall Hilfestellungen anbieten. Der menschliche Kontakt wird damit nicht einfach durch Technologie ersetzt, sondern erweitert – das hilft enorm bei der Akzeptanz des Systems“, sagt Walter Liebhart vom Kärntner IT -Unternehmen ILOGS.


Forschungsprojekt CONFIDENCE


Das europäische Forschungsprojekt „CONFIDENCE“ wird im Rahmen des Ambient Assisted Living Joint Program von der EU und vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert. Partner im Projekt sind: Salzburg Research Forschungsgesellschaft (Koordinator), Hilfswerk Salzburg (Österreich), ILOGS mobile software GmbH (Österreich), Raiffeisenlandesbank Kärnten, Rechenzentrum und Revisionsverband reg. Gen.m.b.H. (Österreich), iHomeLab, Hochschule Luzern (Schweiz), Presence displays bv. (Niederlande), Ralph Eichenberg Szenografie Cinematografie, Fotografie(Schweiz), terzStiftung (Schweiz), Ana Aslan International Foundation (Rumänien) und Swisscom Participations Ltd (Schweiz).
http://www.confidence4you.eu/

AAL Forum und AAL Award

Das AAL-Forum ist die jährliche Leistungsschau für zukunftsweisende Projekte im Bereich Active Assisted Living (AAL). Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Politik, IKT-Entwicklung und Technologie, Unternehmen und Produkte, Wissenschaft, Design, Medizin und Betreuung sowie Betroffene.
http://www.aalforum.eu/about

Das AAL Joint Programme hat bis jetzt 140 Projekte seit 2008 gefördert. Der AAL Award wird seit 2011 an das jeweils vielversprechendste Projekt in Bezug auf Innovation, Orientierung am Menschen und Marktpotenzial vergeben.
http://www.aalforum.eu/aal-project-award-2014

Active Assisted Living (AAL)
Altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben

AAL befasst sich mit Themen und Technologien für ein möglichst selbstbestimmtes Leben im Alter. Dies beinhaltet Methoden, Konzepte, (elektronische) Systeme, Produkte sowie Dienstleistungen, welche das alltägliche Leben älterer und auch benachteiligter Menschen situationsabhängig und unaufdringlich unterstützen. Die verwendeten Techniken und Technologien sind nutzerzentriert, also auf den Menschen ausgerichtet und integrieren sich in dessen direktes Lebensumfeld. Die Technik passt sich an die Bedürfnisse des Nutzers an und nicht umgekehrt.
Anwenderinnen und Anwender sind gesunde und aktive, ältere Personen, aber auch Patientinnen und Patienten, denen ein längeres selbstständiges Leben im häuslichen Umfeld ermöglicht werden soll. Oft werden auch direkt Betroffene, wie Pflegepersonal, Ärzte und Familienmitglieder mit einbezogen.

 

Weitere Informationen zu MOCCA SafeMotion finden Sie unter: ilogs.com/safemotion

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